Bücher ohne Zukunft?

Eine Zukunft ohne Bücher – schwer vorstellbar. Aber Realität. Oder? Der eReader ist auf dem Vormarsch. Amazon verkauft seinen Kindle sehr erfolgreich. Jedes Buch das heute neu auf den Markt kommt, gibt es auch als eBook. Zwangsläufig, denn immer mehr Deutsche steigen auf den Kindle um. Zugegeben: Praktisch ist er. Wenn ich unterwegs bin habe ich immer meine ganze Büchersammlung dabei. Und wenn ich Shades of Grey lese, muss ich nicht den Umschlag eines anderen Buches drumwickeln damit die anderen Leute im Zug das nicht mitbekommen. Und wenn mir das Buch zu langweilig wird, suche ich mir eben ein anderes raus. Habe ja alle dabei. Und es wiegt deutlich weniger als ein Buch das 800 Seiten hat und ich den ganzen Tag in meiner Tasche rumtragen muss. Und es nimmt nicht soviel Platz weg.

Dennoch fehlt mir etwas. Wenn ich zu lange auf den Bildschirm schaue, fangen die Augen an zu brennen. Es ist nicht das gleiche, wie eine an einer spannenden Stelle die Seite im Buch umzublättern und zu erfahren wie es weitergeht. Das vertraute Rascheln des Papiers gehört für mich einfach dazu, es passt zur Atmosphäre. Und wer sitzt bei Unwetter nicht gerne in seinem Sessel, mit einem guten Buch zur Hand? Da brauch ich kein eBook. Das Buch kann ich dann wenigstens noch ins Kaminfeuer pfeffern, sollte mir das Ende nicht gefallen.

Google arbeitet derzeit an einer High-Techbrille mit der es möglich ist immer und überall online zu gehen, zu posten, shoppen zu gehen und online Preise vergleichen. Wenn demnächst einer neben mir in der U-Bahn sitzt und wie weggetreten ins Leere starrt, weiss ich also nicht ob er bekifft ist, im Halbschlaf döst oder online auf facebook postet, was für komische Leute neben ihm in der U-Bahn sitzen. Hoffentlich gibt es das bald auch in Form von Kontaktlinsen, damit wäre die Abkapselung in unserer Gesellschaft perfekt.

Klare Sache: Das eBook braucht man nicht. Also mit “man” meine ich mich. Ich bleibe beim guten alten Buch. Der eReader setzt sich sowieso nicht durch. Zumindest wenn es nach mir geht. Achja: WhatsApp und Internetfähiges Handy habe ich auch nicht. Achja: Shades of Grey habe ich nie gelesen…

 

Buch

Altmodisch: Offenes Buch

 

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By fabgrund

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