Die “bittere Wurst” für Putin

Bild ESC

Die Gewinnerin des Eurovision Song Contest steht fest: Conchita Wurst gewann mit großem Abstand vor der Kokurrenz. Anders als Lena Meyer-Landrut will die Gewinnerin nächstes  Jahr aber nicht mehr teilnehmen.

“Ich will weiter Musik machen”

Den Songcontest 2015, der, sollte sich das Gastgeberland Österreich für die Hauptstadt entscheiden, in Wien stattfinden wird, will sie aber dennoch moderieren. Doch damit nicht genug: DIe von Tom Neuwirth gelebte Pop-Diva wird sich natürlich nicht auf ihren verdienten Lorbeeren vom letzten Wochenende ausruhen, wie sie selber sagt. “Ich will weiter Musik machen. Die Musik ist meine große Liebe.” so die strahlende Siegerin. Bereits vor dem Sieg konnte die Sängerin bereits einige Erfolge vorweisen. Bereits mehrfach schaffte sie es in die Top10 der Alpenhitparade. Doch das große leuchtende Ziel ist nach wie vor der Grammy. Der 25-Jahre alte Musikpreis sei zwar nach Meinung Wursts noch außer Reichweite, aber “man kann nie wissen”, “es ist wirklich alles möglich.”

“Vielleicht moderiere ich ja nächstes Jahr”

“Ich hatte meine Chance” sagte Conchita Wurst am samstag zu oe24.at. Sie habe zwar schon Lust nächstes Jahr am ESC teilzunehmen allerdings nicht als Sängerin. “Ich bin mir sicher, da findet sich jemand der Österreich genauso gut vertreten kann wie ich”, “aber vielleicht moderiere ich ihn ja, das würde mir gefallen.” Ob sie ihren Sieg wirklich ihrem Song “Rise a Phoenix” zu verdanken hat, der nach mehreren Meinungen einem James Bond-Song recht ähnlich ist, oder ihrer politischen Botschaft, den der Transvestit rüberbringen will, da ist man sich eher uneinig. Seinen Sieg widme der offen homosexuelle Transvestität all denen die an Freiheit und Demokratie glauben. Der russische Präsident Wladimir Putin, der in seinem Land schwulen und Lesben das Leben schwer macht, bekommt von der Sängerin auch noch das Fett weg: “Ich weiß nicht ob Putin das liest, falls ja, sage ich aber, wir lassen uns nicht stoppen!” so Wurst im Interview mit dem Focus.

Putin-Feeds-Horse

“Da gibt es keine Frauen und Männer mehr”

Während Europa und der Rest der Welt sich über das politische Zeichen des Respekts und der Toleranz freut, hat man in Russland dafür weniger Verständnis. Ein russischer Abgeordneter meinte: “Da gibt es keine Frauen und Männer mehr. Das eine Dragqueen den Liederwettbewerb gewinne, hätte die russische Armee verhindern sollen”. Über den Kurznachrichtendienst Twitter meinte Russlands Vizeregierungschef Dimitri Rogosin am Sonntag, anhänger der europäischen Integration können dabei sehen was sie erwartet: “Ein Mädchen mit Bart.”.

“Die russische Armee abzuziehen war ein Fehler”

“Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr – Sondern nur noch ein Es”, legt auch der russische-nationalistische Wladimir Schinirowski nach. In der restlichen Welt hat man für solche Aussagen kein Verständnis. Im russischen Fernsehen feuert Schinirowski weiter: “Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas”, “Vor 50 Jahren hat die russische Armee Österreich besetzt. Wir hätten dort bleiben soll.” Er bezog sich auf die Besatzungszeit im Osten Österreichs nach dem zweiten Weltkrieg. Was die westliche Welt von der intoleranten Einstellung der russischen Regierung hält, bekommen sie auch beim ESC zu spüren: die Tolmatschewy-Zwilinge wurden bei ihrem Auftritt in Kopenhagen und bei der Punktevergabe gnadenlos ausgebuht.

 

 

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By fabgrund

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